Mukoviszidose

Mukoviszidose, auch cystische Fibrose oder kurz CF (engl. cystic fibrosis) genannt, ist die häufigste angeborene Stoffwechselerkrankung der weißen Bevölkerung. In Deutschland gibt es über 8.000 betroffene Patienten.

Die Lebenserwartung der Patienten konnte in den letzten 2 Jahrzehnten infolge der verbesserten Therapieansätze deutlich gesteigert werden. Neben der Betreuung in Spezialambulanzen und in Akutkliniken nimmt die stationäre medizinische Rehabilitation in 1-2-jährigen Abständen einen wichtigen Teil der Therapie ein.

 

Bei der Mukoviszidose handelt es sich um eine Erbkrankheit, deren Defektgen mit verschiedenen Mutationen seit 1989 bekannt ist. Es kommt zur Bildung eines ungewöhnlich zähen Sekrets in allen sekretorischen Drüsen. Die Erkrankung manifestiert sich hauptsächlich in den Atmungsorganen und im Verdauungstrakt.

 

Mukoviszidose-Patienten stellen wegen ihres unterschiedlichen Infektionsstatus v.a. hinsichtlich Pseudomonas aeruginosa eine besondere Herausforderung dar. In unserem Haus erfolgt eine strikte zeitliche Trennung zwischen Pseudomonas aeruginosa positiven und negativen Patienten.

 

Es gibt gewisse Keimbesiedlungen der Lunge, die eine Rehabilitation in der Gruppe mit anderen CF-Patienten nicht möglich machen. Was solche „Problemkeime“ angeht halten wir uns an die Empfehlungen des Robert-Koch-Institut (RKI) und der Kommission für Krankenhaushygiene (KRINKO) und haben auch ein gemeinsames Vorgehen im AK Reha des Mukoviszidose e.V. verabschiedet.

 

Die in der Fachklinik Satteldüne durchgeführten Rehabilitationsmaßnahmen für Patienten mit Mukoviszidose orientieren sich eng an den Vorgaben des VDR sowie den Empfehlungen des Arbeitskreises Rehabilitation im Mukoviszidose e.V.